Otters neue Funktion ermöglicht Benutzern die Suche über ihre Unternehmenswerkzeuge
Die KI-Notizbuch-App Otter hat erkannt, dass das Transkribieren von Besprechungen und das Bereitstellen von Zusammenfassungen allein nicht ausreicht, um ihre Geschäftsmodelle zu rechtfertigen. Daher möchte Otter als vollständiger Arbeitsbereich fungieren, in dem Benutzer Daten aus verschiedenen Quellen einbringen, diese durchsuchen und Entscheidungen für ihr Unternehmen treffen können. Nach Notizbuchanwendungen wie Read AI und Fireflies.ai führt Otter nun eine Unternehmenssuche ein, indem es als Model Context Protocol (MCP) Client agiert. Das bedeutet, dass es sich mit externen Apps und Diensten verbinden und Daten abrufen kann, indem es einen gemeinsamen Standard verwendet, den KI-Tools schnell übernehmen.
Otter ist seit fast einem Jahrzehnt aktiv, hat aber in den letzten Monaten Schritte unternommen, um sich zu einem Produktivitätstool für Unternehmen zu entwickeln. Im vergangenen Oktober startete das Unternehmen eine Möglichkeit für Organisationen, benutzerdefinierte MCPs zu erstellen, um auf Otter-Daten außerhalb der App zuzugreifen. Der neueste Schritt des Unternehmens zielt darauf ab, externe Daten in die App zu integrieren.
Mit diesem Launch können Benutzer ihre Gmail-, Google Drive-, Notion-, Jira- und Salesforce-Konten verbinden und diese Daten zusammen mit bestehenden Besprechungsdaten abfragen. Das Unternehmen gab an, dass bald auch Verbindungen zu Microsoft Outlook, Teams, SharePoint und Slack ermöglicht werden.
Die Benutzer können nicht nur nach Daten in diesen Tools suchen, sondern auch Besprechungszusammenfassungen an Notion senden oder eine Gmail-Nachricht entwerfen. Otter hat auch seinen KI-Assistenten neu gestaltet, sodass er durchgehend in der gesamten Benutzeroberfläche präsent ist und Benutzer jederzeit Fragen stellen können.
Inzwischen folgen die meisten Notizbuchanwendungen dem Beispiel von Granola und ermöglichen das Erfassen von Besprechungen ohne Bots – das heißt, sie zeichnen Besprechungen mithilfe des Systemtons eines Geräts auf, anstatt dass ein Bot dem Anruf beitritt. Otter erklärte, dass es diese Funktion Ende letzten Jahres für die Mac-App eingeführt hat und nun eine ähnliche Funktion für die Windows-App startet.
Das Unternehmen hat auch eine Funktion zur Duplikatsvermeidung entwickelt, die verhindert, dass eine Vielzahl von Bots gleichzeitig an einer Besprechung teilnimmt, um Situationen zu vermeiden, in denen mehr Bots als Menschen an einem Anruf teilnehmen.
Letztes Jahr gab das Unternehmen bekannt, dass es 25 Millionen Benutzer und 100 Millionen Dollar an wiederkehrenden jährlichen Einnahmen hatte. Während das Unternehmen keine neuen Finanzzahlen bereitstellte, sagte es, dass die Plattform nun 35 Millionen Benutzer hat.


