Blue Origin hat erfolgreich eine seiner New Glenn-Raketen zum ersten Mal wiederverwendet, was einen bedeutenden Meilenstein für das schwere Startsystem darstellt. Jeff Bezos‘ Raumfahrtunternehmen will damit mit Elon Musks SpaceX konkurrieren.
Die erfolgreiche Wiederverwendung fand am Sonntag beim dritten Start der New Glenn-Rakete statt, etwas mehr als ein Jahr nach dem ersten Flug des neuen Raketen-Systems, das seit über einem Jahrzehnt in Entwicklung ist.
Die Wiederverwendbarkeit von New Glenn ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit. SpaceXs Fähigkeit, Falcon 9-Raketenbooster erneut zu fliegen, ist einer der Hauptgründe, warum es den globalen orbitalen Launch-Markt dominiert.
Während Blue Origin bereits eine kommerzielle Nutzlast mit New Glenn ins All geschickt hat – dies war die zweite solche Mission – möchte das Unternehmen die Rakete für NASA-Mondmissionen nutzen und sowohl Amazon als auch sich selbst beim Aufbau von satellitengestützten Netzwerken unterstützen. Blue Origin bereitet derzeit seinen ersten robotischen Mondlander für einen geplanten Start später in diesem Jahr vor.
Der Booster, den Blue Origin am Sonntag erneut geflogen hat, war derselbe, der bei der zweiten New Glenn-Mission im November verwendet wurde. Während dieser Mission half der New Glenn-Booster, zwei robotische NASA-Raumfahrzeuge für eine Marsmission ins All zu bringen, bevor er auf einem Drohnenschiff im Ozean landete. Am Sonntag konnte Blue Origin den Raketenbooster etwa 10 Minuten nach dem Start erneut auf einem Drohnenschiff bergen.
Die Hauptmission am Sonntag bestand darin, einen Kommunikationssatelliten für den Kunden AST SpaceMobile ins All zu senden. Die obere Stufe der New Glenn-Rakete befand sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Geschichte noch auf dem Weg in ihre spezifische Umlaufbahn, und TechCrunch wird den Beitrag aktualisieren, während die Mission fortschreitet.


